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Bau einer Park+Ride-Fläche mit wasserdurchlässigem Pflasterbelag

  • vor 1 Tag
  • 3 Min. Lesezeit

Überblick


Das Projekt „Vouillé Carpooling Area“ in der französischen Region Nouvelle-Aquitaine nahe der Kreuzung der DR948 und der Ausfahrt 32 der Autobahn A10 ist ein Beispiel für die Schnittstelle zwischen nachhaltiger Infrastruktur und Umweltschutz.


Die Anlage wurde entwickelt, um den wachsenden Mobilitätsbedürfnissen der Anwohner gerecht zu werden. Sie unterstützt umweltbewusstes Pendeln, indem sie einen strategisch günstig gelegenen Park+Ride ParkplatzKnotenpunkt bereitstellt. Durch die Förderung gemeinsamer Fahrten für den täglichen Pendelverkehr zielt das Projekt darauf ab, sowohl Verkehrsstaus als auch Kohlendioxidemissionen zu und so zu einem nachhaltigeren und gemeinschaftsorientierten Ansatz für die regionale Mobilität beizutragen. Um dieses Ziel zu unterstützen, wurde das Gelände mit etwa vierzig wasserdurchlässigen Parkplätzen sowie einer speziellen Haltezone für Busse, einem Fahrradzugang und einem Parkbereich für Zweiräder ausgestattet.


Ein wichtiger Aspekt des Projekts war die Umsetzung einer belastbaren oder verlässlichen Strategie für das Niederschlagswassermanagement und die Reduzierung von Mineralölkohlenwasserstoffen (MKW).


Der Einsatz von OSMORIA® Indigreen®, einem hochleistungsfähigen, Öl-abbauenden Aquatextil, unter dem wasserdurchlässigen Kalksteinpflastersystem spielt eine wichtige Rolle sowohl für den Schutz des Untergrunds als auch für die langfristige Betriebssicherheit der Anlage.


Herausforderung


Die größte Herausforderung dieses Projekts bestand darin, zwei wichtige Prioritäten miteinander in Einklang zu bringen: die Erhöhung der Mitfahrkapazitäten durch den Bau eines Parkplatzes in einem stadtnahen Gebiet und den Schutz des Untergrunds und des Grundwassers vor der Gefahr einer Verschmutzung durch MKW. Dieses Risiko entsteht sowohl durch diffuse Quellen wie geringfügige Ölaustritte aus PKW (insbesondere mit PAK, d.h. polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen, belastete) als auch durch starke, lokale Verschmutzungen durch Unfälle, sowie illegale Altölentsorgung.


Da die Anlage an einer regionalen Radroute liegt und sich in einem Einzugsgebiet befindet, das für starke Regenfälle anfällig ist, war es entscheidend, dass bei der Planung wasserundurchlässige Beläge vermieden wurden, die den Niederschlagswasserabfluss verschlimmern könnten. Die Verwendung von wasserdurchlässigen Pflastersteinen wurde bereits in der frühen Planungsphase als notwendige Maßnahme zur Förderung der Versickerung identifiziert. Wasserdurchlässige Beläge ohne zusätzliche Behandlungslösungen bieten jedoch nur geringen Schutz vor organischen Schmutzstoffen wie MKW, die sich an Bodenpartikel binden und mikrobielle Ökosysteme stören oder, schlimmer noch, in das Grundwasser gelangen können.


ASF (Autoroutes du Sud de la France, d.h. ein französischer Autobahnbetreiber), der Projektträger, benötigte eine einfache, effektive und kostengünstige Lösung für die Regenwasserbehandlung während des gesamten Lebenszyklus.


Lösung  


Das Projektteam entschied sich für OSMORIA Indigreen – ein hochleistungsfähiges Aquatextil, das sowohl fortschrittliche Fähigkeiten zur Behandlung von MKW hat als auch mechanische Verstärkung bietet. Was das Aquatextil auszeichnet, ist seine Fähigkeit, die Fixierung und den biologischen Abbau von MKW und PAK zu optimieren.


Durch eine irreversible Fixierung durch Adsorption fängt das Aquatextil mehr als 99,5 % der Kohlenwasserstoffe auf, die mit ihm in Kontakt kommen.


Im Gegensatz zu herkömmlichen Absorptionsmaterialien setzt die Polymermatrix des Textils wichtige natürliche Nährstoffe frei, die lokale Bodenmikroorganismen z.B. Bakterien und Pilze anziehen und unterstützen.


Diese Mikroorganismen vermehren sich und beschleunigen den Abbau von Schmutzstoffen, wodurch sie unter verschiedenen Umweltbedingungen eine gleichbleibende Leistung erbringen. Aus hydrodynamischer Sicht übersteigt seine Wasserdurchlässigkeit 10 . 10 -2 m/s, sodass das Niederschlagswasser sofort hindurchfließen kann, ohne sich anzusammeln – dies ist höher als die Wasserdurchlässigkeit der meisten Böden.


Mechanisch bietet OSMORIA Indigreen eine außergewöhnliche Festigkeit mit einer Zugfestigkeit von ≥ 20 kN/m und entspricht damit den Anforderungen an Geotextilien der Geotextilrobustheitsklasse 3. Seine robuste Struktur gewährleistet Langlebigkeit unter zyklischer Belastung und verhindert die Entstehung von Spurrillen durch geparkte Fahrzeuge sowie sorgt für dauerhafte Stabilität und Leistungsfähigkeit des Untergrunds.


Die Behandlung des Niederschlagswassers am Ort seines Anfalls reduziert die Bau- und Wartungskosten erheblich, die auf unter 2 € pro Parkplatz und Jahr geschätzt werden, und ist damit ein wirtschaftlich nachhaltiges Modell für kommunale und regionale Behörden.


Angesichts des wachsenden Bewusstseins für diffuse Verschmutzung in Städten und der Verschärfung der Umweltgrenzwerte durch europäische Richtlinien bieten Öl-abbauende Textilien wie OSMORIA Indigreen einen proaktiven Weg zur Einhaltung der Vorschriften.


Darüber hinaus verbessert der sichtbare Einsatz von Technologien für grüne Infrastruktur die öffentliche Wahrnehmung des Projekts und bekräftigt das Engagement von ASF und regionalen Planern für eine verantwortungsvolle Entwicklung.

 


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