Nachhaltiges Niederschlagswassermanagement im Hafen von La Rochelle
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Überblick
Die Hafenumgebung stellte eine Herausforderung dar. Der starke Fahrzeugverkehr und die industriellen Aktivitäten führten zu einem hohen Risiko der MKW-Verschmutzung im Niederschlagsabfluss von Dächern, Straßen und Parkplätzen.
Die bisherige Verwendung eines herkömmlichen Ölabscheiders reichte nicht aus, um die Leistungs- und Nachhaltigkeitsstandards zu erfüllen.
Herausforderung
Im Hafen von La Rochelle wurden die Gebäude der Lecamus-Werft umfassend saniert. Das Projekt zielte nicht nur darauf ab, die Anlagen zu modernisieren und ihre Lebensdauer zu verlängern, sondern auch ihre GesamtUmweltbilanz zu verbessernzu reduzieren. Im Mittelpunkt dieses Vorhabens stand eine neue Strategie zum Niederschlagswassersmanagement: Die Aufbereitung und Versickerung des Niederschlagswassers am Ort seines Anfalls, um den Boden, das Grundwasser und die nahe gelegene Atlantikküste zu schützen.
Weitere Designfaktoren waren:
• Bodenzustand: Das Füllmaterial im Untergrund war von schlechter Qualität, was den Einsatz herkömmlicher Versickerungssysteme einschränkte.
• Betriebsumgebung: Obwohl der Standort nicht als «SEVESO Anlagen» eingestuft war, erforderte seine industrielle Nutzung robuste Schutzmaßnahmen.
• Umweltauswirkungen: Die Erhaltung der lokalen Artenvielfalt und die Verhinderung des Eindringens von MKW und polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) in den Ozean waren eine wichtige Anforderung.
Sowohl der Projektinhaber (Port Atlantique La Rochelle), als auch der Projektleiter suchten nach einer Lösung, die eigenständig, langlebig und umweltverträglich sein sollte.
Lösung
Das Ingenieurbüro SIT&A Conseil spezifizierte OSMORIA® Geoclean® Aquatextil. Anstatt den Niederschlagsabfluss durch einen Ölabscheider in die Kanalisation umzuleiten, integrierte die Lösung eine Behandlung und Versickerung direkt in den vor Ort.
Es wurde eine unterirdische mit Kies gefüllte Versickerungsanlage gebaut, dessen Boden und Seiten mit ungefähr 1.000 m² Aquatextil ausgekleidet wurden. Das Niederschlagsabflusswasser wird in die Versickerungsanlage geleitet, wo es durch das Aquatextil versickert. OSMORIA Geoclean wirkt durch einen doppelten Mechanismus: Es optimiert die systematische Fixierung und den biologischen Abbau der MKW, die im Niederschlagsabflusswasser enthalten sind.
Es fixiert die MKW durch Adsorption (irreversible Fixierung) an seinen Filamenten, um ihr Eindringen in den Boden zu verhindern. Anschließend unterstützt es den biologischen Abbau der fixierten MKW und PAK. Im Gegensatz zu herkömmlichen Absorptionsmaterialien setzt seine Polymermatrix wichtige natürliche Nährstoffe frei, die lokale Bodenmikroorganismen z.B. Bakterien und Pilze anziehen und unterstützen. Diese Mikroorganismen vermehren sich und beschleunigen den Abbau von Schadstoffen, wodurch eine hohe Leistungsfähigkeit langfristig und unabhängig von den Umweltbedingungen gewährleistet wird.
Beispielsweise zeigten Laborversuche mit Schmutzwasser, das 30 mg/l MKW C 10 -C 40 enthielt, eine Rückhalte- und biologische Abbaurate von 99,9 %, was zu einem Restgehalt im Wasser nach dem Durchfliessen von unter 0,03 mg/l führte. Darüber hinaus wurde nachgewiesen, dass das Aquatextil zwischen 62% und 78 % der PAK auffängt, ein Teil der MKW, die besonders schädlich oder sogar krebserregend sind.
OSMORIA Geoclean ist sehr wasserdurchlässig, funktioniert unabhängig von der Bodenqualität und ist wartungsfrei. Die Sanierung der Lecamus-Werft hat gezeigt, wie Häfen und Industriestandorte innovatives Niederschlagswassermanagement umsetzen können, die Versickerung und Reinigung am Ort seines Anfalls kombinieren.
Mit OSMORIA Geoclean hat Port Atlantique La Rochelle seine Böden, sein Grundwasser und seine Küste geschützt und gleichzeitig ein Beispiel für nachhaltige Infrastruktur für andere Gebiete gesetzt, die undurchlässige Oberflächen reduzieren und den Abfluss verantwortungsbewusst verwalten wollen.






